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GEDANKEN // Die Magie des Neuanfangs.

Lang ist es her, dass ich mich gemeldet habe. Mal wieder. Ich gelobe Besserung. Mal wieder. 2016 war mit das verrückteste Jahr meines Lebens & ich komme immer noch nicht so ganz mit all dem klar, was passiert ist. Positiv wie negativ. So viel im Kopf, so viel erlebt. 2015 sollte bereits alles anders werden, ich wollte mehr Zeit in den Blog investieren. 2016 kam dann die Realisierung, dass die privaten Gegebenheiten aktuell nicht passen. Immer wieder habe ich versucht es passend zu machen, & bin grandios gescheitert.

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Nun schreiben wir das Jahr 2017. Ich bin zurück in Hamburg, Dublin existiert nur noch in der Erinnerung, & langsam bekomme ich es sogar hin, wieder so etwas wie Routinen aufzubauen. (Wird vielleicht auch mal Zeit, ich bin schließlich knapp über ein halbes Jahr wieder zurück.) Wird 2017 strukturierter? Nein. Es steht einfach zu viel an. Aber diesmal ist es planbarer. Ich gestehe meinen Fehler ein, dass es ziemlich unklug war, unbedingt in dem Jahr meinen Blog wieder zum Leben zu erwecken, in dem es mich für ein Auslandsjahr nach Irland zieht. Ich habe einfach zu viele der Ablenkungen mitgenommen, möchte diese aber auch nicht missen.

Nun gut, genug geschwafelt. Ich möchte Routinen aufbauen, obwohl ich früher Routinen gehasst habe. Aber am wichtigsten ist, dass ich mich wieder ausgiebiger kreativen Projekten widmen möchte, hier auf dem Blog, als auch privat. Die Kreativität fehlt mir, deshalb möchte ich mir Zeiten freischaufeln, die nur mir & meinen Gedanken gehören. Das Ziel: Mehr kreieren, weniger konsumieren. Auf ein grandioses 2017! Auf einen Neuanfang!

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GEDANKEN // Allein sein heißt nicht einsam sein.

Ich mag Menschen. Also grundsätzlich. Soviel schon mal vorweg. Ich mag es aber auch, wenn keine Menschen um mich herum sind. Manchmal sogar mehr. In Dublin habe ich es immer sehr genossen unter Menschen zu sein, viel zu erkunden, Erlebnisse zu teilen.

Nur eine Sache ist mir nach einigen Monaten aufgefallen. Ich habe aufgehört zu reflektieren & Erlebnisse so zu verarbeiten, wie ich es meistens & gerne getan habe. Ich habe einfach nur noch gelebt, & noch mehr gelebt. Der Kopf blieb manchmal einfach aus.

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Das ist für einige Zeit vielleicht recht angenehm. Ich kann nicht behaupten, dass ich mich nicht wohlgefühlt habe. Ich mag Menschen. Aber ich mag es aber auch, wenn keine Menschen um mich herum sind.

Nach neun Monaten voller Erlebnissen & geteilten Momenten, habe ich das Bedürfnis allein zu sein. Nicht einsam, einfach nur allein. Mit mir selbst & meinen Gedanken. Ich möchte das verarbeiten, was die letzten Monate passiert ist. Einiges vielleicht besser verstehen. Vielleicht erkennen, wohin es jetzt gehen soll.

Um diese Klarheit zu erlangen, brauche ich Zeit mit mir selbst. Um mich & meine Gedanken zu verstehen & wertzuschätzen. Um zu verarbeiten, was passiert ist. Um zu wissen, wohin ich will.

Ich mag Menschen. Ich mag es aber auch, wenn keine Menschen um mich herum sind. Aus diesem Grund sitze ich alleine in einem Hotelzimmer in Cork. Reise durch Irland. Verarbeite Erlebnisse. Versuche Klarzukommen. Ich bin nicht einsam, ich brauche gerade nur die Zeit für mich & meine Gedanken. Denn das chaotisches Leben startet bereits wieder im Juni. Bis dahin heißt es, meine Gedanken & ich.

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GEDANKEN // Vorfreude auf Dublin.

Ich liebe es, ins kalte Wasser geschmissen zu werden. Nicht wissen, was auf einen zukommt. Nicht ahnen, was der nächste Tag mit sich bringt. Durch Momente, wie diese, habe ich grandiose Menschen kennengelernt & unvergessliche Erfahrungen erlebt. Nicht dauernd darüber nachdenken, was passieren könnte, sondern einfach machen.

Don’t try. Do.

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Vor einigen Monaten habe ich relativ (un)spontan entschieden, dass es für mich Zeit wird, ins Ausland zu gehen. Noch mal wieder Studentin sein. Wenn nicht jetzt, wann dann. Besser früher, als nie. Was habe ich schon zu verlieren? Die wichtigen Menschen bleiben auch, wenn wir uns mal eine Zeit lang nicht treffen können. Darauf muss ich einfach vertrauen, sonst verfange ich mich in einem Gedankenchaos, aus dem ich nicht mehr rausfinden werde. Weiterbringen tut es mich auf jeden Fall nicht.

Es geht für mich nach Dublin. Dort, wo die Menschen mich bereits in einem Urlaub 2013 besonders herzlich empfangen haben, obwohl ich dort niemanden kannte. Dort, wo sich keiner in seinem Freundeskreis versteckt, sondern neue Menschen kennenlernen möchte. Dort, wo die Straßen voller Studenten sind, & jede Ecke zu Fuß erkundet werden kann. Dort, wo ich 2013 ein Teil meines Herzens gelassen habe.

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Ab September sind es ca. neun Monate voller neuer Erfahrungen, Menschen & Lernstress. Denn neben den tollen Dingen, die Land & Leute mir bieten, muss ich schließlich auch etwas für die Uni tun. Worauf ich mich übrigens ebenfalls sehr freue. Ich lerne gerne. Ich gehe auch bewusst wieder studieren, & zwar für mich. Ich habe hier in Hamburg einen tollen Job, aber mein Kopf & mein Bauch sagen mir, dass ich diesen Abschluss möchte. Also mache ich es, nicht, dass ich es irgendwann bereuen werde, es nicht getan zu haben.

In mir verbünden sich Vorfreude & Angst. Vorfreude auf so viele spannende Erfahrungen & Menschen. Angst vor dem Unbekannten, der Herausforderung & vor dem, was mich erwartet, wenn ich wieder nach Hamburg komme. Ob noch alles ist wie vorher, oder vollkommen anders. Die Augen geschlossen, ein zitterndes Lächeln auf den Lippen. So denke ich an die kommenden neun Monate, in einer anderen Stadt, mit anderen Menschen. Ohne Familie, ohne meinen Liebsten & (erstmal) ohne Freunde. Erwachsenwerden nennt man sowas wohl.